
Warum bist du so entspannt?
Am Tag meines Umzuges war ich interessanterweise recht gelassen. So gelassen, dass mir das sogar gesagt wurde. Ich denke, das kam zum einen daher, dass ich ein gutes Gefühl hatte, als ich mein Umzugsteam bei der Arbeit beobachten konnte und zum anderen dank meiner guten Planung.
Ich habe das ganze Jahr über gefühlt mitten in einem großen Projekt gelebt, von der Wohnungssuche, über meinen Kram ausmisten und sortieren, dem ganzen bürokratischen Ballast bis hin zur Umzugsvorbereitung. Und das alles neben einem Vollzeitjob. Aber ich hatte einen Plan. Und der ging auf.
Hier nun also meine persönlichen Tipps, die den Umzug stressfreier machen:
1. Checkliste erstellen
Erstelle dir eine gute Checkliste. Sie wird dir ungemein bei der Vorbereitung helfen und du wirst gut nachverfolgen können, was du im Laufe der Zeit schon alles geschafft hast. Je weiter du in deinem Umzugsprojekt vorangekommen bist, um so besser wirst du dich fühlen und der Stresspegel geht zurück.
2. So früh wie möglich mit der Vorbereitung anfangen
Auch wenn du noch auf Wohnungssuche bist, fang so früh wie möglich mit der Planung und dann auch mit der Umsetzung der Aufgaben an, die du schon frühzeitig erledigen kannst.
Es gibt sehr viel zu tun bei einem Umzug und es muss recht schnell gehen (können) sobald du eine passende Wohnung für dich gefunden hast. Wenn du dann erst noch den vollgestopften Keller aufräumen musst, ist eine stressige Zeit schon vorgeplant. Hast du aber die großen Aufgaben schon erledigt, kannst du dich nun auf den Einzug konzentrieren. Und das macht dann auch Spaß, da man jetzt an dem Punkt im Umzugsprojekt ist, wo man es kaum noch erwarten kann, endlich den Schlüssel für die neue Wohnung zu bekommen.
3. Aufgaben delegieren
Wie bei jedem großen Projekt, sollte man Aufgaben auch delegieren. Das hängt in diesem Fall aber stark von der Größe deines Umzugsprojektes ab. Und von deinem Budget.
- Familienmitglieder einbeziehen: Papa kümmert sich um den Keller, Mama um die Küche und die Kids um das Aussortieren der Kinderzimmer. Wenn du alleine umziehst, hast du vielleicht gute Bekannte oder Freunde, die dir helfen, diesen alten Schrank zu entsorgen oder dir Wohnungsangebote zuschicken.
- Bei größerem Budget: Binde einen Makler für die Wohnungssuche ein. Die Suche nach einer neuen Bleibe ist einer der größten Stressfaktoren und wenn du es dir leisten kannst, ist diese Hilfe ein großer Pluspunkt, da du dir viel Zeit sparst und diese in die Umzugsvorbereitung investieren kannst.
- Am Umzugstag: Organisiere dir Hilfe für die Verpflegung des Umzugsteams. Entweder übernehmen Bekannte das berühmte Brötchen schmieren oder du machst eine Vorbestellung bei deinem Lieblingsbäcker. Plane solche Dinge frühzeitig mit ein, damit du am Umzugstag den Kopf frei hast von solchen Dingen.
4. Ein professionelles Umzugsunternehmen buchen
Man muss die Kosten zwar mit einplanen für ein professionelles Umzugsteam, aber man spart sich eine Menge Stress:
- Du musst deine Kisten nicht selber schleppen
- Um schwere Schränke, Waschmaschine, Klavier oder andere größere Möbelstücke musst du dich nicht sorgen
- Das Organisieren der Halteverbotszone wird meist vom Unternehmen erledigt
- Du sparst dir das Organisieren eines Transporters
- Deine Möbel sind versichert
- Du bist nicht auf deine Freunde angewiesen, dir beim Umzug zu helfen
- Ein Monteur kann Installationsaufgaben erledigen (Küchenaufbau, Lampen anbringen, Schränke ab- und aufbauen, etc.)
- Möbelstücke werden transportfertig gepackt
- Du musst dir keine Transportdecken besorgen
- Du kannst Sperrmüll, deine alte Küche und andere nicht mehr benötigte Dinge am Tag des Umzugs vom Umzugsteam entsorgen lassen und musst das vorher nicht selber machen
Die professionellen Umzugsteams sind fit. Die wissen was sie machen. Ich war richtig begeistert davon, wie der, der für das Verladen verantwortlich war mit meinen Kisten und Möbeln Tetris gespielt hat im Transporter. Jeder Platz wurde aufgefüllt.
Also, ich werde auf jeden Fall wieder ein Umzugsunternehmen buchen. Das gilt natürlich für größere Umzüge. Wenn du aus deinem Kinderzimmer ausziehst, brauchst du so eine Mannschaft sicherlich noch nicht.

5. Die letzten 24 Stunden
Versuche, alles so zu organisieren, dass du am Tag vor dem Umzug nichts Großes mehr erledigen musst. Die Tage davor sind recht angespannt, weil jetzt alles ineinander läuft. Nimm dir den Tag davor frei. Geh mit Freunden oder Familie essen. Mach etwas anderes, was nichts mit Umzug zu tun hat.
Sorge auf jeden Fall in der Nacht vor dem Umzug für ausreichend Schlaf und am Morgen für ein gutes Frühstück. Du hast einen langen Tag vor dir.
Fazit
Im Grunde können wir die Tipps auf einen Nenner bringen: Planung ist bei einem Umzug alles. Fang früh damit an und dann wird auch alles gut gehen.
Ich wünsche dir einen entspannten Umzug!