
Heutzutage gibt es richtig gute Lösungen für Verpackungsmaterial, so dass damit eigentlich nichts kaputtgehen sollte beim Transport. Denn wie gut du dein gesamtes Leben für den Umzug verpackt hast, erfährst du erst, wenn du dein ganzes Hab und Gut wieder auspackst.
Dabei kann man Verpackungsmaterial grob in zwei Kategorien einteilen:
- Behältnisse
- Kartons
- klappbare Tragekisten und große Aufbewahrungsboxen
- große Tragetaschen
- Schwerlastsäcke
- Schutzmaterial
- Luftpolsterfolie
- Stretchfolie
- Schaumfolienhüllen
- Knüllmaterial wie Packpapier und Zeitungen
- Handtücher oder Socken zum Ausstopfen der Kartons
Im Folgenden erfährst du, welches Verpackungsmaterial wirklich sinnvoll ist.
Umzugskartons
Es gibt verschiedene Arten von Umzugskartons:
- Standardkartons
- Bücherkartons
- Gläserkartons mit Einsätzen
- Kleiderboxen

Standard- und Bücherkartons unterscheiden sich meist nur in der Größe etwas. Bücherkartons sind kleiner und etwas stabiler als normale Kartons. Gute Standardkartons sind allerdings ähnlich stabil. Nimm am besten die, die einen doppellagigen Boden haben.
Für das Verpacken von Büchern stell sie am besten Rücken an Rücken rein und heb den Karton zwischendurch immer mal hoch, so dass du das Gewicht gut einschätzen kannst. Damit der Karton nicht zu schwer wird, verpacke lieber nur eine Reihe mit Büchern und fülle den Rest des Kartons mit leichteren Dingen auf.
Selbst so stabile Kartons wie Bücherkartons werden beim Transport einreißen, wenn du sie zu schwer packst. Stell dir einfach vor, du müsstest den Karton selber in den 4. Stock tragen, dann hast du eine Idee, wie schwer er sein sollte.
Schwere Bücher kannst du auch in einem kleineren Rollkoffer transportieren.
Für das Auffüllen der Kartons mit leichteren Dingen hatte ich mir eine kleine Kiste in das Regal meiner Packstation gestellt, die ich ständig mit kleinen oder eben leichten Gegenständen gefüllt habe, so dass ich immer etwas griffbereit hatte, um die Kartons voll zu bekommen.
Umzugskarton Aufbauanleitung
– Video auf YouTube ansehen (öffnet in neuem Tab)Gläserkartons habe ich auch genutzt bei meinem Umzug. Das sind im Prinzip Standardkartons mit Wellpappe-Einsätzen, die kleine Fächer bilden, so dass du zwei Etagen mit Gläsern oder Tassen befüllen kannst, die durch eine Pappe voneinander getrennt sind. Wickle die Gläser oder Tassen vorher in Luftpolsterfolie ein, dann geht auch nix kaputt.
Kleiderboxen sind hohe Kartons mit einer eingehängten Kleiderstange. Die hab ich gar nicht benutzt, da ich meine Klamotten wie bei einem Urlaub verpackt habe. Meinen großen Reise-Trolley hab ich bis zum Rand vollgepackt und der Rest kam in große, stabile Tragetaschen. Das hat für mich super funktioniert.
Hätte ich allerdings viele Anzüge oder Kleider zu verstauen gehabt, dann wäre so eine Kleiderbox sicher ein Segen gewesen.
Kartons beschriften
Die Beschriftung von gepackten Kartons ist nicht zu unterschätzen. Wenn erstmal alle Kisten gepackt sind, weißt du nicht mehr, was wo drin ist. Beschrifte daher jeden Karton auf mindestens zwei Seiten (auch oben), damit du die Beschriftung auch lesen kannst, wenn die Kartons gestapelt sind.
Tragekisten und Aufbewahrungsboxen
Tragekisten oder große Aufbewahrungsboxen mit Deckel sind unheimlich hilfreich beim Umzug. Da kannst du quasi alles drin verstauen, was du selber transportieren möchtest.

Faltbare Tragekisten habe ich zum Beispiel für das Transportieren meiner Pflanzen genutzt. Die bekamen alle eine kleine Mülltüte um den Topf gewickelt, so dass keine Erde rausfallen konnte und dann kamen die kleineren Pflanzen in so eine offene Tragekiste. Größere Pflanzen hab ich einzeln transportiert.
Aufbewahrungsboxen gibt es in ganz unterschiedlichen Ausführungen und Größen. Ich habe sie zum Transportieren von wichtigen Ordnern und Dokumenten genutzt. Oder für Technik-Kleinkram.
In einer kleineren Box habe ich mein Putzzeug zusammengestellt für die neue Wohnung. Wenn ich dann etwas zum Putzen brauchte, wusste ich in der ersten Zeit sofort, wo ich es finden konnte.
Werkzeug oder Malerkram lässt sich auch super transportieren in solchen Boxen.
Große Tragetaschen
Meine Tragetaschen möchte ich nicht mehr missen! Die waren ein ständiger Begleiter auf meinen Fahrten zur neuen Wohnung vor dem Umzug.

Die Taschen haben meinen Umzug sehr gut überlebt, da sie aus richtig robustem Material (Oxford-Gewebe und Filz) bestehen. Ich hatte sie in unterschiedlichen Größen und war damit ganz gut gewappnet.
Damit konnte ich alles mögliche transportieren. Die große 180-Liter-Tasche war perfekt geeignet für den Transport meiner großen Bettdecke. Und als mir am letzten Tag die Umzugskisten ausgingen, war sie die Rettung für den Transport meiner Kochtöpfe. Ja, tatsächlich. Hat ein wenig gescheppert (trotz Schutz mit Luftpolsterfolie), aber hat gut funktioniert.
Die Filztaschen sind auch richtig klasse. Und sehr stabil. Klare Empfehlung, wenn du einiges von deinen Sachen selber transportierst.
Schwerlastsäcke
Bei den großen Mülltüten hatte ich nicht gut geplant. Das stellte sich aber erst am letzten Tag vor dem Umzug raus, da ich für meine Kleiderbügel weder Umzugskartons noch Tragetaschen übrig hatte. Also mussten die Müllbeutel herhalten.
Ich hatte mir etliche Rollen 120-Liter-Säcke gekauft. Die waren aber aus so einem schlechten dünnen Material, dass ich sie doppelt nehmen musste und nur wenige Kleiderbügel darin transportieren konnte. Hab ich mich geärgert...
Es gibt aber auch stabile Schwerlastsäcke. Im Supermarkt habe ich eine reißfeste 240-Liter-Variante entdeckt, die auf jeden Fall funktioniert hätte.
Es gibt online auch andere Säcke zu kaufen:
- Gewebesäcke (Bauschutt-, Jute- oder Getreidesäcke)
- Big Bags (nach oben offene Säcke mit mehreren Schlaufen)
- Gartenabfallsäcke
Beim nächsten Umzug bin ich besser vorbereitet und kaufe gleich die richtigen Säcke ein.
Luftpolsterfolie
Die Königin der Verpackungsmaterialien. Auch Noppenfolie genannt. Die brauchst du auf jeden Fall. Damit lässt sich alles gut schützen.
Es gibt sie auf der Rolle in verschiedenen Größen. Ich habe die Rolle in Größe 50cm x 100m genutzt und musste die sogar nachbestellen.
Packpapier
Vor dem Umzug hab ich gedacht, dass ich viel Packpapier brauche und Zeitungen sammeln sollte, damit ich was habe, um die Umzugskartons auszustopfen. Oder zum Umwickeln von Geschirr und Gläsern.

Tatsächlich habe ich weder Packpapier noch Zeitungen gebraucht.
Ich habe zum Ausstopfen Socken, Schals, Handtücher und anderes leichtes Material benutzt. Und für das Verpacken von Geschirr hatte ich eine bessere Alternative gefunden:
Schaumfolienhüllen
In diese kleinen Helferlein hab ich mich echt verliebt. Die haben mir das Verpacken von Geschirr, Vasen, Gläsern und anderem Kleinkram so dermaßen erleichtert, dass ich sie bei keinem Umzug mehr missen möchte.

Es gibt die Schaumfolienhüllen auch in unterschiedlichen Dimensionen. Mit der Größe 30 x 30cm oder 30 x 40cm kriegst du dein Porzellan gut verpackt.
Auch diese Folien haben zum größten Teil meinen Umzug gut überlebt. Jetzt hab ich eine gute Sammlung für den nächsten Umzug.
Stretchfolie
Auch Wickelfolie oder Palettenfolie genannt. Nicht zu verwechseln mit der Küchenfolie auf der Rolle. Richtig gute Stretchfolie für Umzüge ist dicker und damit reißfester. Die Rollen gibt es in verschiedenen Längen und Dicken. Praktisch sind auch die Rollen, die mit Griffen angeboten werden.
Stretchfolie brauchst du nicht zum Polstern, sondern zum Fixieren. Damit kannst du Möbeltüren, Schubladen oder Regale zuwickeln, Kabel an Geräten sichern oder Gegenstände bündeln.
Alles, was ich mit Luftpolsterfolie umwickelt habe, hab ich zusätzlich mit Stretchfolie fixiert. Meine Bilder habe ich zum Beispiel so verpackt und brauchte dafür keine Bilderkartons kaufen.
Und hier noch ein Tipp: Probier mal die Mini-Stretchfolie aus. Die ist richtig handlich und man kann damit schnell kleinere Gegenstände umwickeln.

Zubehör
Zusätzlich zu dem ganzen Verpackungsmaterial gibt es noch anderes Zubehör:
Paketband
Besorg dir breites, stabiles Paketklebeband für das Verschließen der Umzugskartons und am besten noch einen Abroller dazu, damit es schneller geht.
Alternativ kannst du auch ein Umreifungsset nutzen, wenn du viele schwere Sachen in den Umzugskartons unterbringen musst oder wenn du die Kartons nach dem Umzug wieder verkaufen möchtest und keine Klebereste drauf haben willst.
Aufkleber
Es gibt ganz praktische Aufkleber auf der Rolle, die du auf die Kartons kleben kannst:
- Vorsicht! Zerbrechlich!
- Oben! Nicht stürzen!
So wissen die Transporteure gleich, welche Kisten sie vorsichtig transportieren müssen.
Bei mir waren die Aufkleber auf fast allen Kisten drauf.
Und falls du es bunt magst:
Farbiges Klebeband
Farbiges Klebeband für jedes Zimmer:
- Blau: Bad
- Rot: Küche
- Grün: Schlafzimmer
- usw.
Davon klebst du ein Stück auf die Kartons und nutzt es als zusätzliche Markierung. Dann klebst du das gleiche Band in der neuen Wohnung an die Türen oder den Türrahmen. So wissen die Transporteure genau, welche Kiste in welchen Raum kommt.
Fazit
Um das Packen kommst du bei einem Umzug nicht drum rum. Wenn du aber das richtige Material zur Hand hast, geht alles schneller und einfacher. Mit den hier aufgezählten Verpackungsmaterialien ist dein Hab und Gut richtig gut geschützt und du wirst dich hinterher freuen, dass alles heile in der neuen Bleibe angekommen ist.