Meine kleine Packstation

Für viele Leute ist das Kisten packen bei einem Umzug eine nervige Angelegenheit. Für mich war es das nicht. Aber ich hab auch geschummelt.

Immer, wenn ich etwas nicht so gerne mache, dann überlege ich mir was, womit es trotzdem leichter von der Hand geht.

Ich habe also das Kisten packen einfach in eine Aufgabe verwandelt, die am Ende eher Spaß macht, als nur nervig zu sein.

Umzugskisten packen macht Spaß?

Ja, tatsächlich. Das begann schon, als ich mein Umreifungsset ausprobierte und damit eine tolle Lösung hatte, um die Kartons für den Umzug stabil zu kriegen. Noch entspannter wurde das Kisten packen, als ich mir meine kleine Packstation gebaut hatte. Eine Ecke in meinem Schlafzimmer, in der ich alles griffbereit hatte, was ich zum Packen benötigte.

Vom Sperrmüll zur Packstation

Ich hatte in meinem Keller ein altes Plastikregal gefunden, das ich eigentlich entsorgen wollte. Es kam aber anders und das Regal bekam eine neue Aufgabe. Es passte gerade so zwischen mein Bett und eine Kommode und wurde jetzt zu meiner Packstation.

In dem Regal habe ich alle wichtigen Packutensilien untergebracht:

  • eine große Rolle Luftpolsterfolie
  • Schaumfolien (zum Verpacken von Geschirr) in verschiedenen Größen
  • Stretchfolie
  • die Rolle Umreifungsmaterial, die Werkzeuge und die Klammern
  • Klebeetiketten
  • Stifte zum Beschriften
  • Schere und Teppichmesser
  • Klebeband
  • kleine und große Plastiktüten
  • eine Kiste mit Socken und Schals zum Ausstopfen
  • eine Kiste mit Kleinkram, der in freie Ecken der Kartons noch mit rein passte

Meine ungefalteten Kartonsets habe ich hinter dem Regal an der Wand platziert. Plastikboxen, große Tragetaschen und meine Matratzenhülle kamen für später oben drauf.

Und fertig war meine Packstation.

Kiste auf, Kram rein, Kiste zu

Sagen wir, ich möchte meine Küchenmaschine transportfertig machen, da ich sie bis zum Umzug erstmal nicht mehr brauche.

Dann war das ein Griff hinter das Regal, um einen passenden Karton zu finden. Der wurde dann schnell zusammengefaltet und die Küchenmaschine wurde mit Luftpolster- und Stretchfolie umwickelt, die ich griffbereit in meinem Regal hatte. Die freien Ecken in der Kiste habe ich dann mit Socken ausgestopft oder mit anderem Kleinkram befüllt.

Wenn die Kiste dann voll war, hab ich die Umreifung drum gemacht, die Kiste beschriftet und meine "Vorsicht - zerbrechlich"-Aufkleber oben drauf geklebt.

Offener Umzugskarton beim Packen auf dem Bett neben der Packstation

Nun ging die Kiste in den Keller zur Aufbewahrung und ich war dem Ende der Packerei wieder ein Stück näher.

Fazit

Manchmal muss man nervige Dinge einfach so gestalten, dass sie etwas weniger nervig werden. Meine Herangehensweise hat tatsächlich gut funktioniert und alles ging sehr schnell von der Hand.

Ich musste zwar für eine Weile dieses Regal neben meinem Bett erdulden, aber das war ja nur vorübergehend. Und direkt vor dem Umzug sieht die Wohnung eh gefühlt wie eine Baustelle aus.

Dass das Regal neben meinem Bett stand, hatte aber auch einen Vorteil. Ich konnte so die Kisten während des Packens auf das Bett stellen und musste mich nicht andauernd bücken.

Man sieht es aber auch hier wieder: mit ein wenig guter Vorbereitung spart man sich Nerven und Zeit. Und manchmal machen sogar nervige Dinge am Ende richtig Spaß.