Umzug mit Katzen

Man sagt ja immer, dass Katzen sich eher an einen neuen Menschen gewöhnen, als an eine neue Umgebung. Ich hab das immer für Blödsinn gehalten, da nach meiner Erfahrung Katzen sehr an ihren Menschen hängen. Ich bin immer noch der Meinung, dass es umgekehrt richtig ist, aber ich musste feststellen, dass eine neue Umgebung richtig schwierig für die kleinen Wuschel sein kann.

Mein Katzenumzug

Ich bin mit meinen zwei älteren Katzendamen umgezogen und war der Meinung, mit meiner Planung wird das ein Katzenspiel. Wie sich später herausstellte, lag ich etwas daneben.

Am meisten graute es mir vor der langen Autofahrt in die neue Wohnung, da ich wusste, dass sie Autofahren gar nicht mögen.

Aber da ist ja noch mehr, um das man sich kümmern muss bei einem Umzug mit Katzen:

  • Ausstattung in der neuen Wohnung: Katzenklo und Futter sollte schon vor Ort sein, genauso wie ihre Katzenkissen, Spielzeug, Dinge, die sie kennen.
  • Wo bleiben sie am Umzugstag?
  • Wie gestalte ich die ersten Tage nach dem Umzug für sie zur Eingewöhnung?

Den letzten Punkt hatte ich etwas außer Acht gelassen. Ich dachte, wenn wir die Autofahrt geschafft haben, ist das Schwierigste vorbei. Als wir in unserer neuen Bleibe ankamen, waren wir alle geschafft, die Katzen vom Miauen und ich vom Zuhören. Aber mit dem, was dann kam, hatte ich nicht gerechnet.

Aber fangen wir mal von vorne an.

Die Vorbereitung

Ich hatte natürlich alles gut geplant.

  • Obwohl ihr altes Katzenklo erst ein paar Monate alt war, habe ich für die neue Wohnung ein neues besorgt. So konnte ich mich auf den Transport der Katzen fokussieren und musste mich nicht noch um das alte Katzenklo kümmern.
  • Katzenkissen, einiges von ihrem Spielzeug und die Streu hatte ich schon in die neue Wohnung gebracht.
  • Katzenfutter für die ersten zwei Wochen war auch schon vor Ort.

Ich dachte, damit hast du das Wichtigste schon mal erledigt. Jetzt musst du nur noch den Umzug für die Katzen planen.

Meine Idee für die Umzugszeit

Ich hatte meinen Umzug so geplant, dass ich mit den Katzen schon ein paar Tage vor Umzugstermin in die neue Wohnung einziehen konnte. Ich hatte mir eine Schlafcouch organisiert und die Küche war halbwegs zu gebrauchen, so dass ich während dieser Zeit schon in der neuen Wohnung sein und diese für den Umzugstag vorbereiten konnte. Ich wollte die Zeit nutzen, um die Katzen an die neue Bleibe zu gewöhnen.

Am Umzugstag hatte ich ein Zimmer abgesperrt, in das niemand rein durfte. Dort haben die beiden den Tag ganz gut überstanden. Sie kamen sogar abends raus, als die Jungs vom Umzugsteam gerade fertig waren. Sie waren neugierig und wollten wissen, was hier die ganze Zeit so los war.

Ab dem Punkt war alles gut.

Die Woche davor war aber anders als ich dachte.

Mit der Katze die Treppe hinauf

Der Transport in die neue Wohnung

Die lange Autofahrt war überstanden und ich habe zuerst die Katzen in die neue Wohnung gebracht. Ich hab sie dann schnell aus den Körbchen befreit, so dass sie jetzt die Wohnung erkunden konnten. Währenddessen bin ich nochmal zum Auto und habe andere Dinge in die Wohnung gebracht. Als ich wieder oben war, waren die Katzen weg.

Die Wohnung war leer. Die Katzen waren verschwunden. Ich hab alle Räume durchsucht und gerufen. Keine Antwort. Kein Geräusch.

Dann hab ich sie gefunden. In der Küche. Dort waren die Schrankabdeckungen unten noch nicht montiert. Die Katzen klebten aneinander in der hintersten Ecke unter dem Küchenschrank.

Das war ein gutes Versteck. Selbst ich kam da gar nicht so leicht ran. Ich hatte meine Katzen noch nie so gesehen. Sie hatten sichtlich Angst.

Das Gute war aber, dass ich jetzt einige Tage Zeit hatte und mich direkt um sie kümmern konnte. Ich hab sie dann erstmal eine Zeitlang dort sitzen lassen, damit sie verstehen, dass sie dort unten geschützt sind. Ich bin dann immer wieder hingegangen und hab sie rausgelockt. Das hat dann irgendwann geklappt. Ich hab sie dann auf den Arm genommen und ihnen die Wohnung gezeigt.

Die ersten Tage

Die erste Nacht haben sie unter dem Küchenschrank verbracht.

In der zweiten Nacht konnte ich hören, wie sie durch die Wohnung geschlichen sind.

In der dritten Nacht haben sie ein neues Versteck unter meiner Schlafcouch gefunden. Die Lücke zum Boden war echt nicht hoch, aber sie haben sich da irgendwie drunter gequetscht und fanden das ganz toll.

In der vierten Nacht lagen sie bei mir auf der Couch.

Das hat eine ganze Weile gedauert und brauchte etwas Geduld. Aber nach vier Tagen war das Schlimmste vorbei.

Es hat auch diese vier Tage gedauert, bis sie wieder Futter anrührten. Ich hatte ihnen immer frisches Futter hingestellt, aber das hätte ich mir auch sparen können.

Fazit

Ich wusste natürlich, dass man Katzen langsam an ein neues Zuhause gewöhnen sollte. Aber die Idee, sie die erste Zeit in ein Zimmer zu sperren, gefiel mir gar nicht.

Im Nachhinein würde ich es vermutlich anders machen. Ich hätte tatsächlich zwei Zimmer so herrichten sollen, dass sie sich dort erstmal aufhalten können. Und dann hätte ich die anderen Zimmer nach und nach öffnen können. Aber wer weiß, vielleicht hätten sie auch dann unter dem Küchenschrank geklebt.

Am Ende war aber alles wieder gut und das ist das Wichtigste.

Wenn du auch mit Katzen (oder anderen Haustieren) umziehst, dann bist du auch die einzige Person, die einschätzen kann, was für sie die richtige Lösung bei deinem Umzug sein wird. Und es wird immer etwas geben, was man nicht richtig macht.

Der einzige Tipp, der für mich wichtig erscheint, ist, dass du für deine Tiere die ersten Tage nach dem Umzug da sein musst. Lass sie nicht alleine in der neuen Wohnung. Dann wird auch alles gut werden.